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2. Preis

Kategorie: Wohn- und Geschäftshäuser

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Wohnhaus
Röntgenstraße,
53177 Bonn

Jurybegründung:

Unaufgeregte Wirkung / Weniger ist mehr

Die Zwillingshochhäuser (geplant und errichtet 1951 von der Architektengemeinschaft Otto Apel und Sepp Ruf) waren die ersten Hochhäuser in Bonn und zählten in den 1950er-Jahren zu den höchsten Gebäuden in der Bundesrepublik. Charakteristisch für die in Stahlbetonskelettbauweise erstellten Gebäude ist die durch die Konstruktion vorgegebene, gleichmäßig gegliederte Fassade. Die einzelnen Rasterfelder bestehen aus beschichteten Edelstahlelementen mit rauer Oberfläche, der sie umgebende Rahmen aus glatten Zementputzflächen.

Bei der anstehenden Renovierung gab der Denkmalschutz für die Gestaltung der Fassade entsprechend dem Bestand nur zwei Farbtöne vor – ein helles Oliv für die Rasterfelder und ein ins gräulich gebrochenes Weiß für die einfassenden Rahmen.

Größe und Struktur der Fassade verleiten geradezu, mit viel mehr Farbtönen und Abstufungen zu arbeiten, doch die Raffinesse der umgesetzten Farbgebung damals wie heute besteht darin, der Versuchung widerstanden zu haben, mit mehr als nur zwei Farbtönen Aufmerksamkeit Wirkung zu erzielen. Mehr als diese gewählten Farbtöne hat das Gebäude nicht nötig.

Die unaufgeregte, mit der Architektur trefflich in Einklang stehende Farbgebung wurde beim Deutschen Fassadenpreis 2016 mit dem zweiten Preis in der Kategorie „Wohn- und Geschäftshäuser“ ausgezeichnet.

 
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